Konzentration - ADS - ADHS

Ich schweife dauernd ab...


"Wenn ich im Schulzimmer sass, fühlte es sich rückblickend immer so an, wie wenn man in einem dunklem Raum sitzt und jemand mit einer Taschenlampe umherfuchtelt. Meine Aufmerksamkeit war immer vom Lichtkegel gefangen und ich konnte mich nie auf eine Sache konzentrieren. Dabei konnte alles ein Lichtkegel sein - Geräusche, Berührungen, Bewegungen."

Damit Konzentration, Fokus und Impulskontrolle funktionieren können, braucht es eine gute Reizfilterung der Sinneseindrücke sowie eine reibungslose Reizweiterleitung durch die verschiedenen Hirnregionen. Sind diese Mechanismen nicht gut ausgeprägt, ist es schwierig, sich zu konzentrieren.

Eine starke Ausprägung dieser Mechanismen ist daher erwünscht.

Aktive frühkindliche Reflexe, die nicht abgelöst wurden, beeinflussen die Reizfilterung und Regulation von Impulsen. Die betroffenen Hirnstrukturen sind weniger ausgereift. Die Reizfilterung und die Fähigkeit, sich selber zu regulieren, sind nicht ausgeprägt.

Durch ein individualisiertes Bewegungsprogramm werden aktive frühkindliche Reflexe abgelöst, nicht ausgereifte Halte- und Stellreflexe integriert und eine stärkere Verknüpfung der betroffenen Hirnareale (siehe Bild oben) kann nachgeholt werden. Dadurch können sich Konzentration, Fokus und motorische Ruhe verbessern.

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Es gibt mehrere frühkindliche Reflexe und Halte- und Stellreflexe, die mit Konzentration und Fokus in Verbindung gebracht werden.

  • Sie können zum Beispiel eine hohe Sensibilität auf bestimmten Sinneskanälen zur Folge haben, was zu Überreizungen führen kann.
  • Sie haben zur Folge, dass wichtige Nervenbahnen nicht genügend ausgeprägt sind. Die Filterung und Reizweiterleitung ist gestört.
  • Sind gewisse lebenslange Stellreflexe nicht ausgeprägt, ist dauernd ein Teil der Aufmerksamkeit damit beschäftigt, den Körper vom Umfallen oder Kippen zu bewahren. Diese Aufmerksamkeit fehlt dann für die schulische Aufmerksamkeit.

Das bewegungsbasierte Reflextraining imitiert die von Kleinkindern instintiv ausgeführten Bewegungen, welche natürlicherweise die neuronale und motorische Entwicklung fördert. Dadurch kann die Ablösung frühkindlicher Reflexe und die Ausreifung der Halte- und Stellreflexe nachgeholt werden.

Das Training

Im der ersten Sitzung werden die ersten Einstiegsübungen getestet und gemeinsam geübt. In Folgesitzungen im Abstand von 2 bis 3 Monaten werden allfällige Begleitübungen bestimmt oder zusätzliche Trainingseinheiten eingeführt. 

Wichtig: Um eine deutliche Reduzierung der Symptome zu erreichen ist es nötig, die Übungen im Schnitt für 1 Jahr oder länger mindestens 5 mal die Woche durchzuführen (pro Tag ca. 5 Minuten). Ansonsten reifen die Neuronalstrukturen nicht genügend nach. Eine aktive Unterstützung seitens der Eltern ist sehr empfehlenswert.

Kosten

CHF 120.- pro Stunde, verrechnet im 1/4 Stunden Takt (Mindestdauer 30 Minuten). 

Coachingabo: 3 Stunden zum Pauschalpreis von 320.- 

                       5 Stunden zum Pauschalpreis von 540.-